Falsch gegossen: Der Fehler, den man erst nach Wochen sieht

Kristina 0 3 09.13 08:06

Gelbtafeln wirken, weil Trauermücken auf die Farbe Gelb fliegen. Die klebrige Oberfläche hält die Tiere fest und reduziert die Zahl der Weibchen, die neue Eier in die Erde legen. Entscheidend ist die Platzierung: Stecken Sie die Tafel nicht einfach in den Topf, sondern klemmen Sie sie knapp über der Erdoberfläche fest, etwa mit einem Holzstäbchen. So werden auch Tiere erfasst, die gerade aus dem Substrat schlüpfen. Tauschen Sie die Tafel alle zwei bis drei Wochen aus, denn Staub und Gießwasser machen die Klebeschicht schnell unbrauchbar. Ein häufiger Fehler ist, nur eine große Tafel für viele Töpfe zu verwenden – besser ist eine kleine Tafel pro Topf, direkt an der Pflanze.

Ein sicheres Zeichen für zu wenig Licht sind lange, weiche Triebe, umweltfreundliche wandgestaltung die sich biegen, sobald man sie leicht berührt. Gleichzeitig verfärben sich die Blätter gelblich-grün und verlieren ihre typische Sättigung. Bei manchen Arten drehen sich die Blattstiele oder ganzen Blätter in Richtung des hellsten Punktes im Raum. Auch das Ausbleiben von Blüten oder ein völlig eingestelltes Wachstum nach einer Phase des Streckens gehören dazu. Wichtig ist die Abgrenzung: Blasse Blätter allein bedeuten nicht automatisch Lichtmangel. Häufig steckt auch ein Nährstoffproblem oder Staunässe dahinter.

Blätter sind die Hauptfläche, auf der sich Staub, Pollen und feiner Schmutz absetzen. Wer sie nur dann reinigt, wenn sie sichtbar stumpf wirken, wartet zu lange. Die Folge: Die Poren verstopfen, die Pflanze kann weniger Licht aufnehmen, und Krankheitserreger finden leichter einen Nährboden. Wie oft Sie wischen sollten, hängt von Standort, Jahreszeit und Blattbeschaffenheit ab – nicht von einem festen Kalender.

Nach der mechanischen Reinigung können Sie ein Hausmittel einsetzen: Eine Mischung aus einem Liter Wasser, einem Esslöffel Schmierseife und einem Teelöffel Spiritus. Sprühen Sie die Pflanze damit ein, achten Sie aber darauf, dass die Mischung nicht in die Erde läuft. Nach 20 Minuten mit klarem Wasser abspülen. Wiederholen Sie die Behandlung wöchentlich, bis keine neuen weißen Wattebäusche mehr auftauchen. Bei empfindlichen Pflanzen wie Farnen oder Orchideen testen Sie die Mischung zunächst an einem einzelnen Blatt.

Wenn Pflanzen in die Länge schießen, ohne dabei kräftig zu werden, ist das meist kein Wachstumsschub, sondern eine Fluchtbewegung. Die Triebe werden dünn, die Abstände zwischen den Blättern – die Internodien – wachsen auseinander, und die Blätter bleiben klein und hell. Solche Pflanzen versuchen, mit aller Kraft an eine Lichtquelle zu gelangen, die sie nicht erreichen können. Wer das erkennt, kann früh gegensteuern, statt später eine kaum zu rettende Pflanze vorzufinden.

Für dauerhaft gesunde Pflanzen zählt vor allem die Lichtmenge über den Tag, nicht die kurze Intensität am Mittag. Wer den Standort nach dem tatsächlichen Lichteinfall wählt und nicht nach dem, was optisch gefällt, vermeidet die meisten dieser Probleme von Anfang an. Blasse Blätter und lange Triebe verschwinden nicht durch Düngen, sondern durch mehr Licht – oder durch eine Pflanze, die zum vorhandenen Licht passt.

Kalkflecken und klebrige Rückstände lassen sich trocken nicht lösen. Dann ist destilliertes oder zumindest weiches Wasser die erste Wahl. Leitungswasser hinterlässt je nach Härte neue Kalkränder, die das Problem vergrößern. Man taucht ein weiches Tuch oder Wattestäbchen ein, drückt es fast trocken aus und tupft die Stelle ab, statt zu wischen. Anschließend wird die Feuchtigkeit mit einem trockenen, fusselfreien Tuch aufgenommen. Wichtig: Nur einzelne Blätter behandeln, nicht die ganze Pflanze baden. Steht Wasser in den Blattachseln, fault der Trieb innerhalb weniger Tage.

Erst prüfen, dann umstellen Bevor der Standort gewechselt wird, lohnt ein kurzer Test. Halten Sie eine Hand etwa zwanzig Zentimeter über die Pflanze und beobachten Sie den Schattenwurf am Blatt. Ist der Schatten weich und kaum sichtbar, kommt zu wenig Licht an. Fällt er scharf und dunkel aus, ist die Versorgung in Ordnung. Auch ein Blick auf die Tageszeit hilft: In Innenräumen reicht das Licht oft nur für wenige Stunden am Fenster, im Winter noch kürzer. Wer dann düngt, statt das Licht zu verbessern, verstärkt das Problem – die Pflanze kann die Nährstoffe ohne ausreichende Photosynthese nicht verwerten.

Die Umstellung sollte schrittweise erfolgen. Ein direkter Wechsel von einer dunklen Ecke an ein Südfenster führt bei vielen Pflanzen zu Sonnenbrand mit braunen Flecken. Besser ist es, den Standort über ein bis zwei Wochen zu verschieben oder zunächst einen halbschattigen Platz mit hellem, indirektem Licht zu wählen. Drehen Sie die Pflanze außerdem regelmäßig, damit alle Seiten gleichmäßig Licht erhalten. Ein weiterer häufiger Fehler: das Gießen nach Gefühl beibehalten, obwohl die Pflanze am neuen Platz mehr Licht und damit mehr Wasser verbraucht. Prüfen Sie die Erde vor jedem Gießen mit dem Finger.

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